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Märklin Tagebuch 2009 bis 2013


Wie geht es mit der Modellbahn weiter?

 

3. Februar 2009

Nach verschiedenen anderen Herstellern ist es jetzt auch beim traditionsreichsten Modellbahnhersteller der Welt soweit. Am 4.2.2009 musste beim Amtsgericht in Göppingen Insolvenz angemeldet werden und das im Jubiläumsjahr 150 Jahre Märklin. Wie konnte es soweit kommen? Als Außenstehender verbietet es sich nähere Spekulationen darüber anzustellen, dass aber die ganze Modellbahnbranche seit Jahren in der Krise ist scheint offensichtlich. Gründe dafür gibt es viele, manche sind hausgemacht andere bedingt durch die vielen neuen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche und die insgesamt zurückgehende Kinderanzahl. Wie geht es weiter? Wir wissen es nicht, zuerst wird bei Märklin normal weitergearbeitet, aber an Abstrichen beim Personal und der Produktvielfalt führt sicherlich kein Weg vorbei.
Unser Bild ist dabei nicht ohne Symbolik, die Dampflokomotive BR 01 steht für die große Zeit der Märklin-Produkte in den 50er und 60er Jahren, die Glücksschweinlok steht für das Glück, welches wir Märklin und den Mitarbeitern für die Zukunft wünschen.

3. März 2009

Über die Presse lässt der Insolvenzverwalter Michael Pluta mitteilen, dass der Standort Nürnberg mit zuletzt 60 Mitarbeitern ganz aufgegeben wird. Was das bedeutet? Wir wissen es nicht, für die Mitarbeiter und die Marken Trix und LGB zumindest wohl nichts Gutes.

6. März 2009

Nach neuesten Meldungen soll Märklin frühestens im Mai an einen Investor verkauft werden, anscheinend gibt es fast 60 Interessenten, teilweise sogar aus dem alten Management. Was mit den 1300 Mitarbeitern geschieht ist noch unklar, 650 davon sind in Göppingen beschäftigt.

7. März 2009

Nach neuesten Presseberichten soll die Beratungsfirma Klein & Coll von einer ehemaligen Märklin-Gesellschafterin den Auftrag haben in Asien einen finanzkräftigen Partner zu finden. Der Verkauf soll dabei noch vor der Insolvenz stattfinden und im einstelligen Millionenbereich liegen (soviel sind sicher alleine die Museumsstücke wert). Den möglichen asiatischen Partnern soll es dabei vorwiegend um die Vertriebskanäle und vermutlich auch den Markennamen mit Weltruf gehen. Damit könne man auch Kinderkleidung vermarkten. Was bedeutet das? Wir wissen es nicht, für mich hört sich das aber nicht besonders gut an. Den möglichen neuen Inhabern scheint weder etwas an den Produkten noch an den Mitarbeitern zu liegen, zumindest werden diese nirgends erwähnt. Durchaus denkbar wäre es also, dass das gesamte Modellbahnsortiment verkauft wird und der Name Märklin in Zukunft für ganz andere Produkte steht. Man kann allerdings auch hoffen, dass der ehemaligen Gesellschafterin etwas an der Modellbahn liegt und eine Sanierung durchgeführt wird. Das Potenzial ist sicher da, aber einfach wird das nicht. Meines Erachtens erfordert es zumindest einen Strategiewechsel, weg von den rein hochpreisigen Produkten und den unendlich vielen Variationen und hin zu echten Neuheiten und Modellbahnen für Sammler und Spieler.

14.März 2009

Zwar weiß natürlich niemand so genau, was in den letzten Jahren bei Märklin so alles geschah, aber ganz glücklich kann alles ja nicht gewesen sein. Ein Gericht verbietet jetzt auf jeden Fall dem Insolvenzverwalter weiterhin verschiedene negative Dinge über Kingsbridge zu verbreiten und droht ihm bei Zuwiderhandlung Zwangsgeld an.

17. März 2009

So nach und nach kommt die ganze grausame Wahrheit bei Märklin ans Licht. Bei einer Betriebsversammlung teilte der vorläufige Insolvenzverwalter mit, dass in Göppingen 166 Mitarbeiter und in Györ 180 Mitarbeiter entlassen werden sollen, dazu kommen noch die Mitarbeiter, die man in Nürnberg vor die Tür setzt (augenblicklicher Mitarbeiterstand rund 1230 Personen).
Die Produktpalette soll ausgedünnt werden, es sollen aber alle Marken (Märklin, Trix und LGB) erhalten bleiben. Bereits für das Jahr 2010 ist wieder ein Gewinn geplant. Es sind wohl rund zehn Interessenten, mit denen über den Verkauf der Firma ernsthaft verhandelt werden soll. Wichtig ist, dass der Investor rund 100 Millionen Euro mitbringt und Verständnis für die Branche.

31. März 2009

Bei Märklin wurde jetzt endgültig das Insolvenzverfahren eröffnet, der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta ist nun auch zum ordentlichen Verwalter bestimmt worden. Im Augenblick scheint es dabei zu bleiben, dass rund 400 der 1400 Mitarbeiter entlassen werden sollen. Welche unrentablen Produkte aus der Produktpalette aussortiert werden sollen ist noch nicht bekannt und es darf spekuliert werden. Bereits im April sollen Verkaufsverhandlungen zumindest mit einigen der sieben bis zwölf ernsthaften Interessenten geführt werden, bis August könnte Märklin dann verkauft sein. Pluta sucht dabei nicht nur einen Investor sondern jemanden der mt Herzblut bei der Sache ist, hoffentlich bleibt es dabei.

2. April 2009
Nach neuesten Angaben des Insolvenzverwalters könne es durchaus sein, dass Märklin in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wird und damit jeder Fan die Chance hat über Aktien einen Anteil am Unternehmen zu erwerben. Nichtsdestotrotz benötigt man aber einen Großinvestor, der bis zu 100 Millionnen Euro mitbringen muss. Statt 166 Mitarbeitern sollen in Göppingne vorläufig "nur" 127 Mitarbeiter entlassen werden. Die Anzahl der im Augenblick infrage kommenden Investoren wurde mit fünf genannt. Die Abstriche für die Mitarbeiter, z. B. längere Arbeitszeiten, Kürzung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes bleiben bestehen.

19. Mai 2009

Nach neuesten Pressemeldungen sucht man wohl nicht mehr einen großen Hauptinvestor, sondern will auf viele kleine Investoren bauen. Ein Sprecher der Modelleisenbahn Beteiligungsgesellschaft (MLT) teilte mit, dass die "Kleininvestoren" jeweils eine Mindesteinlage von 2500.- Euro zeichnen sollen. Als Investor denkt man dabei vorwiegend an die rund 1000 Modellbahnhändler und die mehr als 200000 Kunden. Für mich fraglich erscheint, ob man so 100 Millionen Euro zusammenbekommen kann. Vor allem muss man zuerst das Vertrauen der Anleger gewinnen, was wohl nur durch ein schlüssiges Konzept für die Zukunft möglich ist. Ein Konzept, das es so explizit noch nicht gibt.

25. Mai 2009

Auf einer Gläubigerversammlung hat der Insolvenzverwalter heute mitgeteilt, dass es wohl sieben ernsthafte Interessenetn für das Unternehmen gebe. Insgesamt sind Forderungen in Höhe von 110 Millionen Euro angemeldet. Ein Verkauf an Sammler ist nicht unmöglich aber wohl unwahrscheinlich. Für das Jahr 2009 strebt der Insolvenzverwalter ein ausgeglichenes Ergebnis an, für 2010 einen Gewinn von rund 2,5 Millionen Euro. Der Verkauf solle noch diesen Sommer abgeschlossen werden, wer zum Zuge kommen will muss rund 100 Millionen Euro an Kapital mitbringen.

16. Juni 2009

Der Kampf um einen neuen Investor für Märklin geht weiter. Der Insolvenzverwalter hat jetzt die Frankfurter Investmentbank Close Brothers eingeschaltet mit dem Auftrag gezielt nach weiteren Investoren zu suchen. Nach Aussage des Insolvenzverwalters soll die Investorensuche "professionell durch die Investmentbank, begleitet werden." War die Suche bis jetzt nicht ganz so professionell? Man kann nur vermuten, dass bei den bisher sieben ernstzunehmenden Investoren nicht der Richtige dabei war, hoffen wir dass bald dieser Investor gefunden wird. Bis jetzt wurden 78 Millionen Euro an Forderungen anerkannt, schlimmstenfalls könnten es noch bis zu 110 Millionen werden. Bei der nächsten Gläubigerausschusssitzung am 12.7. in Györ wird man vielleicht schon mehr wissen.

29. Juni 2009
Der "Tagesspiegel" berichtet, dass laut Insolvenzverwalter im Augenblick mit sieben Investoren verhandelt wird. Der Verkauf solle im August oder September stattfinden. Da man im Augenblick kostendeckend arbeite müsse man nicht dringend verkaufen. Der gesuchte Investor könne dabei kein Finazinvestor sein, der nach drei Jahren bereits wieder aussteige.

22. Juli 2009
Die Märklinhilfe MLT Modelleisenbahnen Beteiligungsgesellschaften hat ihre Pläne zur Übernahme von Märklin aufgegeben. MLT hatte Genussrechte ausgegeben und wollte mit dem eingenommenen Kapital das Unternehmen übernehmen. An was MLT letztendlich scheiterte ist unklar, so gibt es Vorwürfe von MLT an den Insolvenzverwalter, die dieser aber zurückweist und MLT die Schuld am Scheitern der Pläne gibt. MLT-Geschäftsführer Scholz erklärte jedenfalls, dass alle Anleger bis spätestens Ende Oktober 2009 ihr ganzes Geld zurückerhielten. Hoffen wir, dass das so auch durchgeführt wird.

14. August 2009
Nach neuesten Angaben des Insolvenzverwalters sind fünf Investoren verblieben, die alle Anforderungen erfüllen. Wann eine endgültige Entscheidung gefällt wird, welcher Investor zum Zuge kommt wurde nicht mitgeteilt.

18. Oktober 2009
Der Verkauf von Märklin an einen Investor soll jetzt erst 2010 erfolgen, da man noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen wolle. Nach wie vor soll es sieben potenzielle Investoren geben.

15.12.2009
Nach Angaben des Insolvenzverwalters erwirtschaftet die Firma Märklin im Jahr 2009 wieder Gewinne und zwar vier bis fünf Millionen Euro. Den erwarteten Umsatz korrigierte er auf etwa 110 Millionen Euro nach unten. Der augenblickliche Mitarbeiterstand beträgt rund 1000 Personen. Als Kaufsumme stehen 60 Millionen Euro im Raum. Immerhin wird jetzt auch eingeräumt, "Märklin hat sich zu stark zurückgelehnt und auf den Lorbeeren ausgeruht."
Warten wir mal ab, was die Zukunft bringt.

13.1.2010
Im Rumpfgeschäfstjahr 2009 hat Märklin nach vorläufigen Zahlen einen Gewinn von 7 Millionen Euro erwirtschaftet, nach einem Verlust von 18 Millionen im Jahr 2008. Der Umsatz sank von 128 Millionen auf rund 110 Millionen Euro. Für 2010 wird auch ein deutlicher Gewinn und ein Umsatz von rund 120 Millionen Euro angestrebt.

15. Januar 2010
Das Gerüchtekarussell um den Modellbahnhersteller Märklin nimmt im neuen Jahr jetzt wieder deutlich an Fahrt auf. Die Financial Times Deutschland berichtet, dass der amerikanische Modellbahnhersteller Lionel schon ein unverbindliches Angebot abgegeben habe (wobei ich mich frage, was für einen Wert ein unverbindliches Angebot hat?). Auch der amerikansiche Neckermanneigentümer Sun Capital habe Interesse an Märklin heißt es zumindest.

7. Februar 2010
Im Rahmen einer Pressekonferenz während der Spielwarenmesse in Nürnberg verkündete Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta, dass Märklin im Jahr 2009 12,4 Millionen Euro Gewinn vor Steuern erwirtschaftete, das bei einem Umsatz von 111 Millionen Euro. Aufgrund der vielen Neuheiten soll 2010 der Umsatz bei gleicher Beschäftigtenzahl von 1020 Mitarbeitern wieder gesteigert werden. Über einen Zeitpunkt des Verkaufs äußerte sich Pluta nicht, das Finanzierungsvolumen liege insgesamt bei rund 100 Millionen Euro, der Kaufpreis beträgt mindestens 60 Millionen Euro. Wichtig für die Sammler ist auch, dass die Produktpalette mit allen Marken und Baugrößen weiterhin bestehen bleibt.

19. April 2010
Nach Angaben des Insolvenzverwalters läuft es bei Märklin wiederv so gut, dass die Firma möglicherweise selbstständig bleiben kann und nicht verkauft werden muss. Dann frage ich mich nur, wem sie nachher gehört.

23. Juli 2010
Nach Angaben des Insolvenzverwalters hat Märklin im ersten Halbjahr 2010 ein deutliches Plus verbucht. Aus diesem Grund soll die Insolvenz ohne Investor zu Ende geführt werden. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll von Januar bis Juni 2010 bei gesamt 1,8 Millionen Euro liegen. Ganz interessant ist, dass die Produktion wieder verstärkt nach Europa geholt werden soll. Im Augenblick arbeiten an den beiden europäischen Standorten noch jeweils rund 500 Mitarbeiter.

14. September 2010
Nach neuesten Pressemeldungen sollen von den verbliebenen 500 Mitarbeitern in Göppingen noch in 2010 weitere 28 abgebaut (man könnte auch entlassen sagen) werden. Mit diesem Schritt soll es möglich sein, die Insolvenz Anfang 2011 zu beenden und einen echten Neustart zu machen. Für die verbleibenden 470 Mitarbeiter soll es eine Beschäftigungsgarantie bis 2014 geben.

23. Oktober 2010
Zum Jahreswechsel 2010 soll die Insolvenz von Märklin nach Angaben des Insolvenzverwalters Michael Pluta enden. Neuer Geschäftsführer von Märklin wird spätestens dann Stefan Löbich. Das Büro des Insolvenzverwalters dementierte die Gerüchte, dass die Würth-Gruppe bei Märklin einsteigen würde, "wenn wir einen Investor hätten, bräuchten wir ja keinen Insollvenzplan." Löbich kommt von der Würth-Gruppe. Interessant ist es, dass man jetzt keinen Investor hat und vor nicht all zu langer Zeit behauptete man habe zig Investoren zur Auswahl, im März 2009 sprach man noch von 60 Interessenten, wo die wohl alle geblieben sind? Im ersten Halbjahr 2010 soll das Plus bei 1,8 Millionen Euro liegen und die Miarbeiterzahl bei insgesamt 1000.

20.12.2010
Insolvenzverwalter Michael Pluta gibt ein intervie, das fast ganzseitig in der Stuttgarter Zeitung erscheint. Wenn am 21.12. die Gläubiger zustimmen wird Märklin ohne Fremdinvestor aus der Insolvenz entlassen. Voresrt wird es dann auch vermutlich keinen Investor geben. Durch Geiwnne und Lagerbereinigung sind anscheinen 40 Millionen Euro vorhanden, die ausreichen den Gläubigern 29 Millionen zu überweisen und dem Insolvenzverwalter ca. 5 Millionen. BW Bank, KSK Göppingen und Goldman Sachs erhalten vorläufig 45% ihrer Forderungen, alle anderen Gläubiger z. B. Handwerker, Mitarbeiter, etc. nur 10%. Da kann man mal wieder vermuten, dass man den Großen das Geld gibt und wo die Kleinen bleiben? Man weiß es nicht. Zumindest ist wohl für Kingsbridge gar kein Geld mehr da. Der geplante Umsatz von 120 Millionen Euro in 2010 wird sicher verfehlt und man rechnet im Augenblick mit etwa 105 Millionen Euro Umsatz.

24. Juni 2011
Nach längerer Zeit steht mal wieder was über Märklin in den Zeitungen, diesmal etwas Positives. Der Umsatz im jahr 2010 belief sich auf rund 115 Millionen Euro, es konnte dabei ein Bruttogewinn von 9 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Im Werk in Györ, das rund 60% der Produktion umfasst, sollen 50 Arbeiter/-innen eingestellt werden und die Belegschaft damit auf 500 Menschen aufgestockt werden. Insgesamt würde Märklin dann rund 1100 Personen beschäftigen.

20. August 2011
Der endgültige Umsatz für das Jahr 2010 wird mit 105,7 Mio. Euro angegeben, weniger als 2009 als 111,2 Mio. Euro umgesetzt werden konnten. Die Mitarbeiterzahl sank 2010 von 947 auf 939, davon 465 (2009: 501) im Werk Göppingen. In Györ wurden 2011 50 neue Mitarbeiter eingestellt. Um die Expansionschancen im Ausland zu nutzen soll der Vertrieb ausgebaut werden.

9. Juni 2012
Nach Angaben von Märklin wurde im Jahr 2011 der Gewinn auf 12,6 Millionen Euro gesteigert, der Umsatz um 1,6 Prozent auf 108,8 Mio. Euro. Umsatzsteigerungen gab es bei LGB und Märklin, Trix verkaufte sich schlechter. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 41 auf 980, davon 464 in Göppingen. Für 2012 wird eine weiter positive Entwicklung erwartet, Schwerpunkt sei die Erschließung neuer Märkte im In- und Ausland und die Strategie "zurück ins Kinderzimmer."

15. November 2012
alle paar Monate rückt die Firma Märklin wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Nach neuesten Presseberichten möchte die Fürther Simba Dickie Gruppe den Traditionshersteller bereits in 2013 übernehmen. Simba Dickie Inhaber Michael Sieber bestätigte zumindest, dass er eine Absichtserklärung unterschrieben habe. Märklin Insolvenzverwalter Michael Pluta sieht darin für Märklin eine große Chance und hält die Übernahme bereits im Februar oder März 2013 für möglich. Man sei aber nicht unter Zeitdruck. Für den Insolvernzverwalter ist es für allem wichtig einen Investor mit Herzblut zu finden und die simba dickie Gruppe scheint wohl ein solche Investor zu sein, zumal man mit einem solchen Inhabe auch Chancen zur weiterentwicklung habe. Ein möglicher Kaufpreis wurde nicht genannt. Sieber versicherte zu den Standorten in Göppingen und Ungarn zu stehen. Man wird sehen, wie die geschichte weitergeht und was eine Übernahme letztendlich wirklich für die Marke und die Mitarbeiter bedeutet.

26. Januar 2013
Michael Sieber, Chef der Simba-Dickie-Gruppe teilte bei der Vorlage der Firmenbilanz des jahres 2012 am vergangenen Donnerstag in Fürth mit, dass der Verkauf bzw. die Übernahme von Märklin noch längst nicht in trockenen Tüchern sei. Auch der Treuhandsprecher Plut bestätigte, dass man mitten in Gesprächen sei, vor Ende Februar/ Anfang März gebe es keine Entscheidung. Eine wichtige Rolle scheinen die Tarifverträge der Märklin-Mitarbeiter zu spielen, da sie eine finanziell Belastung fü den Käufer darstellten. Was das letzendlich bedeutet kann man nur spekulieren, vermutlich aber entweder weiteren Personalabbau in Deutschland und/oder deutlich niedrigere Löhnen für die Mitarbeiter in Deutschland.

27.3.2013
Die Simba Dickie Gruppe wird die Firma Märklin in Kürze übernehmen und in den Konzern integrieren. Mit dieser neuen Gruppe entsteht einer der zehn größten Spielwarenproduzenten der Welt. Als Gegenleistung für Lohnzugeständnisse erhalten die Märklinmitarbeiter in Göppingen eine Arbeitsplatzgarantie bis 2019. Spannend: Die Produktion in Ungarn soll ausgeweitet werden und große Teile der Chinaproduktion damit wieder nach Europa zurückverlagert werden. Für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2012 erhalten die Mitarbeiter einen Bonus in noch unbekannter Höhe. Als neue Strategie wird ausgegeben, dass man weitere internationale Märkte erschließen möchte und Märklin wieder verstärkt in die Kinderzimmer kommen soll. Ganz so neu erscheint mir das allerdings nicht.

18.4.2013
Nach der Genehmigung durch das Kartellamt am 8.4. hat Simba Dickie am 17.4. offiziell Märklin übernommen. Stattgefunden hat die Übernahme im Rahmen einer Betriebsversammlung an der 350 Mitarbeiter teilnahmen. Florian Sieber ist neben den beiden seitherigen Geschäftsführern Stefan Löbich und Wolfrad Bächle neuer, dritter Geschäftsführer.

17.5.2013
Insolvenzverwalter Michael Pluta konnte eine weitere erfreuliche Mitteilung herausgeben: Nach der Übernahme durch Simba-Dickie werden alle 1353 Gläubiger von Märklin ihr Geld erhalten. Darunter 600 aktive und ehemalige Mitarbeiter die zusammen fast 1,7 Millionen Euro bekommen. Alle Forderungen zusammen belaufen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

27.5.2013
Märklin ist an simba-Dickie verkauft und der Insolvenzverwalter Michael Pluta kann eine Bilanz ziehen. Nachdem das Überleben der Firma 2009 auf der Kippe stand kann jetzt sogar das Geld an die Gläubiger zu 100% ausbezahlt werden und mit dem neuen Investor die Zukunft angegangen werden. Zusammen düften an den Insolvenzverwalter, der auch als treuhänder für Märklin arbeitet fast 10 Millionen Euro an Vergütung bezahlt werden (StN vom heutigen Tage). Wenn die Firma jetzt in eine gute Zukunft gehen kann war dieses Geld sicher gut angelegt, nachdem die alten Berater vor 2009 noch viel mehr Geld nahmen und als einziges Ergebnis die Insolvenz hatten.

23. Juli 2013
Nach drei jahren verlässt Stefan Löbich, einer der drei Märklin Geschäftsführer, das Unternehmen. Löbich sagte dpa, dass seine Ideen nicht deckungsgleich mit denen des neuen Eigentümers seien. Vor allem mit der neuen Spielzeugeisenbahn "my World" hatte Löbich bei Märklin Erfolg. Mal sehen, welche neuen Ideen man jetzt hat.


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Märklin Tagebuch 2009 bis 2013


Wie geht es mit der Modellbahn weiter?

 

3. Februar 2009

Nach verschiedenen anderen Herstellern ist es jetzt auch beim traditionsreichsten Modellbahnhersteller der Welt soweit. Am 4.2.2009 musste beim Amtsgericht in Göppingen Insolvenz angemeldet werden und das im Jubiläumsjahr 150 Jahre Märklin. Wie konnte es soweit kommen? Als Außenstehender verbietet es sich nähere Spekulationen darüber anzustellen, dass aber die ganze Modellbahnbranche seit Jahren in der Krise ist scheint offensichtlich. Gründe dafür gibt es viele, manche sind hausgemacht andere bedingt durch die vielen neuen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche und die insgesamt zurückgehende Kinderanzahl. Wie geht es weiter? Wir wissen es nicht, zuerst wird bei Märklin normal weitergearbeitet, aber an Abstrichen beim Personal und der Produktvielfalt führt sicherlich kein Weg vorbei.
Unser Bild ist dabei nicht ohne Symbolik, die Dampflokomotive BR 01 steht für die große Zeit der Märklin-Produkte in den 50er und 60er Jahren, die Glücksschweinlok steht für das Glück, welches wir Märklin und den Mitarbeitern für die Zukunft wünschen.

3. März 2009

Über die Presse lässt der Insolvenzverwalter Michael Pluta mitteilen, dass der Standort Nürnberg mit zuletzt 60 Mitarbeitern ganz aufgegeben wird. Was das bedeutet? Wir wissen es nicht, für die Mitarbeiter und die Marken Trix und LGB zumindest wohl nichts Gutes.

6. März 2009

Nach neuesten Meldungen soll Märklin frühestens im Mai an einen Investor verkauft werden, anscheinend gibt es fast 60 Interessenten, teilweise sogar aus dem alten Management. Was mit den 1300 Mitarbeitern geschieht ist noch unklar, 650 davon sind in Göppingen beschäftigt.

7. März 2009

Nach neuesten Presseberichten soll die Beratungsfirma Klein & Coll von einer ehemaligen Märklin-Gesellschafterin den Auftrag haben in Asien einen finanzkräftigen Partner zu finden. Der Verkauf soll dabei noch vor der Insolvenz stattfinden und im einstelligen Millionenbereich liegen (soviel sind sicher alleine die Museumsstücke wert). Den möglichen asiatischen Partnern soll es dabei vorwiegend um die Vertriebskanäle und vermutlich auch den Markennamen mit Weltruf gehen. Damit könne man auch Kinderkleidung vermarkten. Was bedeutet das? Wir wissen es nicht, für mich hört sich das aber nicht besonders gut an. Den möglichen neuen Inhabern scheint weder etwas an den Produkten noch an den Mitarbeitern zu liegen, zumindest werden diese nirgends erwähnt. Durchaus denkbar wäre es also, dass das gesamte Modellbahnsortiment verkauft wird und der Name Märklin in Zukunft für ganz andere Produkte steht. Man kann allerdings auch hoffen, dass der ehemaligen Gesellschafterin etwas an der Modellbahn liegt und eine Sanierung durchgeführt wird. Das Potenzial ist sicher da, aber einfach wird das nicht. Meines Erachtens erfordert es zumindest einen Strategiewechsel, weg von den rein hochpreisigen Produkten und den unendlich vielen Variationen und hin zu echten Neuheiten und Modellbahnen für Sammler und Spieler.

14.März 2009

Zwar weiß natürlich niemand so genau, was in den letzten Jahren bei Märklin so alles geschah, aber ganz glücklich kann alles ja nicht gewesen sein. Ein Gericht verbietet jetzt auf jeden Fall dem Insolvenzverwalter weiterhin verschiedene negative Dinge über Kingsbridge zu verbreiten und droht ihm bei Zuwiderhandlung Zwangsgeld an.

17. März 2009

So nach und nach kommt die ganze grausame Wahrheit bei Märklin ans Licht. Bei einer Betriebsversammlung teilte der vorläufige Insolvenzverwalter mit, dass in Göppingen 166 Mitarbeiter und in Györ 180 Mitarbeiter entlassen werden sollen, dazu kommen noch die Mitarbeiter, die man in Nürnberg vor die Tür setzt (augenblicklicher Mitarbeiterstand rund 1230 Personen).
Die Produktpalette soll ausgedünnt werden, es sollen aber alle Marken (Märklin, Trix und LGB) erhalten bleiben. Bereits für das Jahr 2010 ist wieder ein Gewinn geplant. Es sind wohl rund zehn Interessenten, mit denen über den Verkauf der Firma ernsthaft verhandelt werden soll. Wichtig ist, dass der Investor rund 100 Millionen Euro mitbringt und Verständnis für die Branche.

31. März 2009

Bei Märklin wurde jetzt endgültig das Insolvenzverfahren eröffnet, der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta ist nun auch zum ordentlichen Verwalter bestimmt worden. Im Augenblick scheint es dabei zu bleiben, dass rund 400 der 1400 Mitarbeiter entlassen werden sollen. Welche unrentablen Produkte aus der Produktpalette aussortiert werden sollen ist noch nicht bekannt und es darf spekuliert werden. Bereits im April sollen Verkaufsverhandlungen zumindest mit einigen der sieben bis zwölf ernsthaften Interessenten geführt werden, bis August könnte Märklin dann verkauft sein. Pluta sucht dabei nicht nur einen Investor sondern jemanden der mt Herzblut bei der Sache ist, hoffentlich bleibt es dabei.

2. April 2009
Nach neuesten Angaben des Insolvenzverwalters könne es durchaus sein, dass Märklin in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wird und damit jeder Fan die Chance hat über Aktien einen Anteil am Unternehmen zu erwerben. Nichtsdestotrotz benötigt man aber einen Großinvestor, der bis zu 100 Millionnen Euro mitbringen muss. Statt 166 Mitarbeitern sollen in Göppingne vorläufig "nur" 127 Mitarbeiter entlassen werden. Die Anzahl der im Augenblick infrage kommenden Investoren wurde mit fünf genannt. Die Abstriche für die Mitarbeiter, z. B. längere Arbeitszeiten, Kürzung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes bleiben bestehen.

19. Mai 2009

Nach neuesten Pressemeldungen sucht man wohl nicht mehr einen großen Hauptinvestor, sondern will auf viele kleine Investoren bauen. Ein Sprecher der Modelleisenbahn Beteiligungsgesellschaft (MLT) teilte mit, dass die "Kleininvestoren" jeweils eine Mindesteinlage von 2500.- Euro zeichnen sollen. Als Investor denkt man dabei vorwiegend an die rund 1000 Modellbahnhändler und die mehr als 200000 Kunden. Für mich fraglich erscheint, ob man so 100 Millionen Euro zusammenbekommen kann. Vor allem muss man zuerst das Vertrauen der Anleger gewinnen, was wohl nur durch ein schlüssiges Konzept für die Zukunft möglich ist. Ein Konzept, das es so explizit noch nicht gibt.

25. Mai 2009

Auf einer Gläubigerversammlung hat der Insolvenzverwalter heute mitgeteilt, dass es wohl sieben ernsthafte Interessenetn für das Unternehmen gebe. Insgesamt sind Forderungen in Höhe von 110 Millionen Euro angemeldet. Ein Verkauf an Sammler ist nicht unmöglich aber wohl unwahrscheinlich. Für das Jahr 2009 strebt der Insolvenzverwalter ein ausgeglichenes Ergebnis an, für 2010 einen Gewinn von rund 2,5 Millionen Euro. Der Verkauf solle noch diesen Sommer abgeschlossen werden, wer zum Zuge kommen will muss rund 100 Millionen Euro an Kapital mitbringen.

16. Juni 2009

Der Kampf um einen neuen Investor für Märklin geht weiter. Der Insolvenzverwalter hat jetzt die Frankfurter Investmentbank Close Brothers eingeschaltet mit dem Auftrag gezielt nach weiteren Investoren zu suchen. Nach Aussage des Insolvenzverwalters soll die Investorensuche "professionell durch die Investmentbank, begleitet werden." War die Suche bis jetzt nicht ganz so professionell? Man kann nur vermuten, dass bei den bisher sieben ernstzunehmenden Investoren nicht der Richtige dabei war, hoffen wir dass bald dieser Investor gefunden wird. Bis jetzt wurden 78 Millionen Euro an Forderungen anerkannt, schlimmstenfalls könnten es noch bis zu 110 Millionen werden. Bei der nächsten Gläubigerausschusssitzung am 12.7. in Györ wird man vielleicht schon mehr wissen.

29. Juni 2009
Der "Tagesspiegel" berichtet, dass laut Insolvenzverwalter im Augenblick mit sieben Investoren verhandelt wird. Der Verkauf solle im August oder September stattfinden. Da man im Augenblick kostendeckend arbeite müsse man nicht dringend verkaufen. Der gesuchte Investor könne dabei kein Finazinvestor sein, der nach drei Jahren bereits wieder aussteige.

22. Juli 2009
Die Märklinhilfe MLT Modelleisenbahnen Beteiligungsgesellschaften hat ihre Pläne zur Übernahme von Märklin aufgegeben. MLT hatte Genussrechte ausgegeben und wollte mit dem eingenommenen Kapital das Unternehmen übernehmen. An was MLT letztendlich scheiterte ist unklar, so gibt es Vorwürfe von MLT an den Insolvenzverwalter, die dieser aber zurückweist und MLT die Schuld am Scheitern der Pläne gibt. MLT-Geschäftsführer Scholz erklärte jedenfalls, dass alle Anleger bis spätestens Ende Oktober 2009 ihr ganzes Geld zurückerhielten. Hoffen wir, dass das so auch durchgeführt wird.

14. August 2009
Nach neuesten Angaben des Insolvenzverwalters sind fünf Investoren verblieben, die alle Anforderungen erfüllen. Wann eine endgültige Entscheidung gefällt wird, welcher Investor zum Zuge kommt wurde nicht mitgeteilt.

18. Oktober 2009
Der Verkauf von Märklin an einen Investor soll jetzt erst 2010 erfolgen, da man noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen wolle. Nach wie vor soll es sieben potenzielle Investoren geben.

15.12.2009
Nach Angaben des Insolvenzverwalters erwirtschaftet die Firma Märklin im Jahr 2009 wieder Gewinne und zwar vier bis fünf Millionen Euro. Den erwarteten Umsatz korrigierte er auf etwa 110 Millionen Euro nach unten. Der augenblickliche Mitarbeiterstand beträgt rund 1000 Personen. Als Kaufsumme stehen 60 Millionen Euro im Raum. Immerhin wird jetzt auch eingeräumt, "Märklin hat sich zu stark zurückgelehnt und auf den Lorbeeren ausgeruht."
Warten wir mal ab, was die Zukunft bringt.

13.1.2010
Im Rumpfgeschäfstjahr 2009 hat Märklin nach vorläufigen Zahlen einen Gewinn von 7 Millionen Euro erwirtschaftet, nach einem Verlust von 18 Millionen im Jahr 2008. Der Umsatz sank von 128 Millionen auf rund 110 Millionen Euro. Für 2010 wird auch ein deutlicher Gewinn und ein Umsatz von rund 120 Millionen Euro angestrebt.

15. Januar 2010
Das Gerüchtekarussell um den Modellbahnhersteller Märklin nimmt im neuen Jahr jetzt wieder deutlich an Fahrt auf. Die Financial Times Deutschland berichtet, dass der amerikanische Modellbahnhersteller Lionel schon ein unverbindliches Angebot abgegeben habe (wobei ich mich frage, was für einen Wert ein unverbindliches Angebot hat?). Auch der amerikansiche Neckermanneigentümer Sun Capital habe Interesse an Märklin heißt es zumindest.

7. Februar 2010
Im Rahmen einer Pressekonferenz während der Spielwarenmesse in Nürnberg verkündete Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta, dass Märklin im Jahr 2009 12,4 Millionen Euro Gewinn vor Steuern erwirtschaftete, das bei einem Umsatz von 111 Millionen Euro. Aufgrund der vielen Neuheiten soll 2010 der Umsatz bei gleicher Beschäftigtenzahl von 1020 Mitarbeitern wieder gesteigert werden. Über einen Zeitpunkt des Verkaufs äußerte sich Pluta nicht, das Finanzierungsvolumen liege insgesamt bei rund 100 Millionen Euro, der Kaufpreis beträgt mindestens 60 Millionen Euro. Wichtig für die Sammler ist auch, dass die Produktpalette mit allen Marken und Baugrößen weiterhin bestehen bleibt.

19. April 2010
Nach Angaben des Insolvenzverwalters läuft es bei Märklin wiederv so gut, dass die Firma möglicherweise selbstständig bleiben kann und nicht verkauft werden muss. Dann frage ich mich nur, wem sie nachher gehört.

23. Juli 2010
Nach Angaben des Insolvenzverwalters hat Märklin im ersten Halbjahr 2010 ein deutliches Plus verbucht. Aus diesem Grund soll die Insolvenz ohne Investor zu Ende geführt werden. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll von Januar bis Juni 2010 bei gesamt 1,8 Millionen Euro liegen. Ganz interessant ist, dass die Produktion wieder verstärkt nach Europa geholt werden soll. Im Augenblick arbeiten an den beiden europäischen Standorten noch jeweils rund 500 Mitarbeiter.

14. September 2010
Nach neuesten Pressemeldungen sollen von den verbliebenen 500 Mitarbeitern in Göppingen noch in 2010 weitere 28 abgebaut (man könnte auch entlassen sagen) werden. Mit diesem Schritt soll es möglich sein, die Insolvenz Anfang 2011 zu beenden und einen echten Neustart zu machen. Für die verbleibenden 470 Mitarbeiter soll es eine Beschäftigungsgarantie bis 2014 geben.

23. Oktober 2010
Zum Jahreswechsel 2010 soll die Insolvenz von Märklin nach Angaben des Insolvenzverwalters Michael Pluta enden. Neuer Geschäftsführer von Märklin wird spätestens dann Stefan Löbich. Das Büro des Insolvenzverwalters dementierte die Gerüchte, dass die Würth-Gruppe bei Märklin einsteigen würde, "wenn wir einen Investor hätten, bräuchten wir ja keinen Insollvenzplan." Löbich kommt von der Würth-Gruppe. Interessant ist es, dass man jetzt keinen Investor hat und vor nicht all zu langer Zeit behauptete man habe zig Investoren zur Auswahl, im März 2009 sprach man noch von 60 Interessenten, wo die wohl alle geblieben sind? Im ersten Halbjahr 2010 soll das Plus bei 1,8 Millionen Euro liegen und die Miarbeiterzahl bei insgesamt 1000.

20.12.2010
Insolvenzverwalter Michael Pluta gibt ein intervie, das fast ganzseitig in der Stuttgarter Zeitung erscheint. Wenn am 21.12. die Gläubiger zustimmen wird Märklin ohne Fremdinvestor aus der Insolvenz entlassen. Voresrt wird es dann auch vermutlich keinen Investor geben. Durch Geiwnne und Lagerbereinigung sind anscheinen 40 Millionen Euro vorhanden, die ausreichen den Gläubigern 29 Millionen zu überweisen und dem Insolvenzverwalter ca. 5 Millionen. BW Bank, KSK Göppingen und Goldman Sachs erhalten vorläufig 45% ihrer Forderungen, alle anderen Gläubiger z. B. Handwerker, Mitarbeiter, etc. nur 10%. Da kann man mal wieder vermuten, dass man den Großen das Geld gibt und wo die Kleinen bleiben? Man weiß es nicht. Zumindest ist wohl für Kingsbridge gar kein Geld mehr da. Der geplante Umsatz von 120 Millionen Euro in 2010 wird sicher verfehlt und man rechnet im Augenblick mit etwa 105 Millionen Euro Umsatz.

24. Juni 2011
Nach längerer Zeit steht mal wieder was über Märklin in den Zeitungen, diesmal etwas Positives. Der Umsatz im jahr 2010 belief sich auf rund 115 Millionen Euro, es konnte dabei ein Bruttogewinn von 9 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Im Werk in Györ, das rund 60% der Produktion umfasst, sollen 50 Arbeiter/-innen eingestellt werden und die Belegschaft damit auf 500 Menschen aufgestockt werden. Insgesamt würde Märklin dann rund 1100 Personen beschäftigen.

20. August 2011
Der endgültige Umsatz für das Jahr 2010 wird mit 105,7 Mio. Euro angegeben, weniger als 2009 als 111,2 Mio. Euro umgesetzt werden konnten. Die Mitarbeiterzahl sank 2010 von 947 auf 939, davon 465 (2009: 501) im Werk Göppingen. In Györ wurden 2011 50 neue Mitarbeiter eingestellt. Um die Expansionschancen im Ausland zu nutzen soll der Vertrieb ausgebaut werden.

9. Juni 2012
Nach Angaben von Märklin wurde im Jahr 2011 der Gewinn auf 12,6 Millionen Euro gesteigert, der Umsatz um 1,6 Prozent auf 108,8 Mio. Euro. Umsatzsteigerungen gab es bei LGB und Märklin, Trix verkaufte sich schlechter. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 41 auf 980, davon 464 in Göppingen. Für 2012 wird eine weiter positive Entwicklung erwartet, Schwerpunkt sei die Erschließung neuer Märkte im In- und Ausland und die Strategie "zurück ins Kinderzimmer."

15. November 2012
alle paar Monate rückt die Firma Märklin wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Nach neuesten Presseberichten möchte die Fürther Simba Dickie Gruppe den Traditionshersteller bereits in 2013 übernehmen. Simba Dickie Inhaber Michael Sieber bestätigte zumindest, dass er eine Absichtserklärung unterschrieben habe. Märklin Insolvenzverwalter Michael Pluta sieht darin für Märklin eine große Chance und hält die Übernahme bereits im Februar oder März 2013 für möglich. Man sei aber nicht unter Zeitdruck. Für den Insolvernzverwalter ist es für allem wichtig einen Investor mit Herzblut zu finden und die simba dickie Gruppe scheint wohl ein solche Investor zu sein, zumal man mit einem solchen Inhabe auch Chancen zur weiterentwicklung habe. Ein möglicher Kaufpreis wurde nicht genannt. Sieber versicherte zu den Standorten in Göppingen und Ungarn zu stehen. Man wird sehen, wie die geschichte weitergeht und was eine Übernahme letztendlich wirklich für die Marke und die Mitarbeiter bedeutet.

26. Januar 2013
Michael Sieber, Chef der Simba-Dickie-Gruppe teilte bei der Vorlage der Firmenbilanz des jahres 2012 am vergangenen Donnerstag in Fürth mit, dass der Verkauf bzw. die Übernahme von Märklin noch längst nicht in trockenen Tüchern sei. Auch der Treuhandsprecher Plut bestätigte, dass man mitten in Gesprächen sei, vor Ende Februar/ Anfang März gebe es keine Entscheidung. Eine wichtige Rolle scheinen die Tarifverträge der Märklin-Mitarbeiter zu spielen, da sie eine finanziell Belastung fü den Käufer darstellten. Was das letzendlich bedeutet kann man nur spekulieren, vermutlich aber entweder weiteren Personalabbau in Deutschland und/oder deutlich niedrigere Löhnen für die Mitarbeiter in Deutschland.

27.3.2013
Die Simba Dickie Gruppe wird die Firma Märklin in Kürze übernehmen und in den Konzern integrieren. Mit dieser neuen Gruppe entsteht einer der zehn größten Spielwarenproduzenten der Welt. Als Gegenleistung für Lohnzugeständnisse erhalten die Märklinmitarbeiter in Göppingen eine Arbeitsplatzgarantie bis 2019. Spannend: Die Produktion in Ungarn soll ausgeweitet werden und große Teile der Chinaproduktion damit wieder nach Europa zurückverlagert werden. Für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2012 erhalten die Mitarbeiter einen Bonus in noch unbekannter Höhe. Als neue Strategie wird ausgegeben, dass man weitere internationale Märkte erschließen möchte und Märklin wieder verstärkt in die Kinderzimmer kommen soll. Ganz so neu erscheint mir das allerdings nicht.

18.4.2013
Nach der Genehmigung durch das Kartellamt am 8.4. hat Simba Dickie am 17.4. offiziell Märklin übernommen. Stattgefunden hat die Übernahme im Rahmen einer Betriebsversammlung an der 350 Mitarbeiter teilnahmen. Florian Sieber ist neben den beiden seitherigen Geschäftsführern Stefan Löbich und Wolfrad Bächle neuer, dritter Geschäftsführer.

17.5.2013
Insolvenzverwalter Michael Pluta konnte eine weitere erfreuliche Mitteilung herausgeben: Nach der Übernahme durch Simba-Dickie werden alle 1353 Gläubiger von Märklin ihr Geld erhalten. Darunter 600 aktive und ehemalige Mitarbeiter die zusammen fast 1,7 Millionen Euro bekommen. Alle Forderungen zusammen belaufen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

27.5.2013
Märklin ist an simba-Dickie verkauft und der Insolvenzverwalter Michael Pluta kann eine Bilanz ziehen. Nachdem das Überleben der Firma 2009 auf der Kippe stand kann jetzt sogar das Geld an die Gläubiger zu 100% ausbezahlt werden und mit dem neuen Investor die Zukunft angegangen werden. Zusammen düften an den Insolvenzverwalter, der auch als treuhänder für Märklin arbeitet fast 10 Millionen Euro an Vergütung bezahlt werden (StN vom heutigen Tage). Wenn die Firma jetzt in eine gute Zukunft gehen kann war dieses Geld sicher gut angelegt, nachdem die alten Berater vor 2009 noch viel mehr Geld nahmen und als einziges Ergebnis die Insolvenz hatten.

23. Juli 2013
Nach drei jahren verlässt Stefan Löbich, einer der drei Märklin Geschäftsführer, das Unternehmen. Löbich sagte dpa, dass seine Ideen nicht deckungsgleich mit denen des neuen Eigentümers seien. Vor allem mit der neuen Spielzeugeisenbahn "my World" hatte Löbich bei Märklin Erfolg. Mal sehen, welche neuen Ideen man jetzt hat.


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